Intrinsische Motivation & extrinsische Motivation

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In diesem Beitrag schauen wir uns die intrinsische Motivation und die extrinsische Motivation genau an. Du erfährst, was der Unterschied zwischen den beiden Motivationsformen ist. Außerdem nenne ich dir Beispiele für die intrinsische Motivation und die extrinsische Motivation, zusätzlich eine Möglichkeit, wie du intrinsische Motivation bei Kindern fördern kannst.

Inhaltsverzeichnis

Was ist überhaupt Motivation?

Unter Motivation versteht man die Gesamtheit der Beweggründe und Einflüsse, die Entscheidungen, Handlungen und Verhaltensweisen eines Menschen beeinflussen und somit zu Handlungsweisen anregen. Motivation ist also der Grund, wieso ein Mensch Dinge tut oder oder eben nicht.

Was ist Motivation? Intrinsische Motivation fördern

In der Psychologie wird zwischen der intrinsischen Motivation und der
extrinsischen Motivation unterschieden. Wir schauen uns gleich beide Formen an.
Dabei erhältst du Informationen zur Definition, zu den jeweiligen Merkmalen und ich gebe dir ein Beispiel zu den beiden Motivationsformen. Fangen wir mit der
intrinsischen Motivation an.

Intrinsische Motivation - Definition und Bedeutung

Die intrinsische Motivation bezieht sich auf die innere und selbstständige Motivation, die aus persönlichem Interesse, einer Freude oder Befriedigung bei der Durchführung einer bestimmten Tätigkeit resultiert.

Merkmale der intrinsischen Motivation

  • Die intrinsische Motivation kommt von innen, aus dem Menschen selbst.
  • Ein intrinsisch motivierter Mensch empfindet etwas für sich als bedeutsam oder lohnenswert
  • Bei der Ausführung der Tätigkeit empfindet der Mensch ein Gefühl der Befriedigung, der Selbstverwirklichung oder Freude

Beispiel für die intrinsische Motivation

Ein Mensch malt beispielsweise ein schönes Bild, einfach weil ihm das Zeichnen eine große innere Freude bereitet. Er tut dies nicht, weil er das Bild verkaufen will oder sich Lob und Anerkennung dafür erhofft, sondern eben aus einer intrinsischen Motivation für die eigene Zufriedenheit.

Beispiel intrinsische Motivation

Extrinsische Motivation - Definition und Bedeutung

Die extrinsische Motivation bezieht sich auf äußere Anreize, die eine Person dazu
motivieren, eine bestimmte Handlung auszuführen. Diese äußeren Anreize können
beispielsweise Belohnungen, aber auch der Wegfall von Bestrafungen sein.

Bei der extrinsischen Motivation steht also nicht die Tätigkeit als solches für den Menschen im Fokus, sondern die damit verbundenen äußeren Anreize.

Merkmale der extrinsischen Motivation

  • Die extrinsische Motivation wird durch äußere Faktoren ausgelöst.
  • Die extrinsische Motivation alleine sorgt nicht für eine innere Zufriedenheit, sondern dient lediglich zur Erreichung eines Ziels.

Beispiel für die extrinsische Motivation

Ein Mann hasst seinen Bürojob. Er mag die Tätigkeiten und die zu erledigen Aufgaben überhaupt nicht. Dennoch ist er motiviert, diesen Job jeden Tag auszuführen. Man spricht hier von extrinsischer Motivation. Der Grund dafür könnte das Gehalt sein, welches er bekommt, mit welchem er mit seiner Familie eine schöne Zeit verbringen kann. Das Gehalt ist der äußere Faktor, welcher für die extrinsische Motivation sorgt.

Würde der Mann seinen Job lieben und dieser würde zu innerer Zufriedenheit sorgen, dann wäre der Mann zusätzlich intrinsisch motiviert.

Intrinsische Motivation vs. Extrinsische Motivation?

Bei den beiden Motivationsformen handelt es sich um keine Gegensätze. Die intrinsische Motivation und die extrinsische Motivation können also auch gleichzeitig auftreten. 

In den meisten Situationen wirken sogar beide Arten der Motivation gleichzeitig und die Grenzen zwischen ihnen können verschwimmen.

Intrinsische Motivation und extrinsische Motivation

In vielen Fällen ist eine Kombination beider Motivationsformen auch ideal. Ein Vorteil von extrinsischer Motivation ist, dass sie als Initialzündung dienen kann, um jemanden für eine Aufgabe oder eine Handlung zu gewinnen. Sie kann auch von Außen dazu motivieren, dass sich möglicherweise eine intrinsische Motivation entwickelt. Um die intrinsische Motivation zu fördern, ist es also beispielsweise möglich, durch äußere Reize erstmal extrinsisch zu motivieren.

Die intrinsische Motivation trägt vor allem dazu bei, dass an etwas langfristig, nachhaltig und mit hoher Hingabe gearbeitet wird.

Beispiel intrinsische Motivation fördern

Stellen wir uns Kinder vor, die einen hohen Turm bauen. Die Kinder sind anfangs extrinsisch motiviert, weil die Erzieherin sie angespornt hat, wer es schafft, einen ganz hohen Turm zu bauen. Die Kinder möchten Lob und Anerkennung für ihr Handeln, dies stellt den äußeren Reiz dar.

Vielleicht merken die Kinder beim Bauen aber, wie viel Spaß sie bei der Sache eigentlich haben und es entwickelt sich zusätzlich eine intrinsische Motivation, welche dafür sorgt, dass sie lange an ihren Türmen bauen.

Wäre dies nicht der Fall (was natürlich auch vollkommen okay wäre) dann würden die Kinder das Turm bauen sehr wahrscheinlich ziemlich schnell einstellen, sobald sie ihr Lob erhalten haben. Das ist damit gemeint, dass intrinsische Motivation langfristig wirkt und extrinsische Motivation eher als kleiner äußerer Motivator und Initialzündung gesehen werden kann.

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